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Hilfe – Mein Königspython frisst nicht

Königspython frisst eine Maus

Dieses Phänomen ist besonders bei Einsteigern weit verbreitet aber auch Veteranen wundern sich so manches Mal, warum sein Königspython nicht frisst. Im Internet findet man viele Ratschläge und Anhaltspunkte für die Futterverweigerung des Python regius, allerdings gibt es hier – wie so oft – kein Allheilmittel. Ob ein Problem vorliegt oder nicht, lässt sich ebenfalls nicht pauschal beantworten. Monatelanges Pausieren muss nicht zwangsläufig unnatürlich sein. Viele Königspythons legen beispielsweise zwischen 700 und 1000 Gramm eine kleinere Futterpause ein.


Nicht jeder Königspython, der das fressen eingestellt hat, leidet unter falschen Haltungsbedingungen. Nichtsdestotrotz scheint eine falsche Haltung der häufigste Grund für die Futterverweigerung zu sein. Wir haben eine Art Checkliste für euch zusammengestellt um der Ursache der Futterverweigerung auf die Schliche zu kommen:


Temperatur und Luftfeuchtigkeit richtig geregelt?

Python regius auf der Hand

Das A und O ist eine korrekt eingestellte Temperatur, tagsüber(12 Stunden) bei 31 bis 32 Grad mit leichtem Temperaturgefälle zu 28-29 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 60%. Nachts sollte die Temperatur leicht abgesenkt werden auf 27 bis 28 Grad. Die Luftfeuchtigkeit wird sich – bedingt durch die leicht kühlere Umgebungsluft – bei ca. 70% bis 75% einpendeln.


Der häufigste Fehler liegt hier bei einer zu kalten Haltung oder Zugluft. Gerade bei einem großen Terrarium ist der Fühler für die Temperatursteuerung häufig nicht optimal platziert. Der ideale Punkt zur Steuerung der Wohlfühlzone (warme Stelle) ist dort, wo sich der Königspython am liebsten aufhält. In der Regel wird das eine Höhle oder eine andere Versteckmöglichkeit sein. Faustregel: Im Zweifel lieber etwas wärmer halten als zu kalt.


Richtiges Futtertier und Futterintervall?

Köpi Portrait im Terrarium

Die Wahl bzw. das Angebot des richtigen Futtertiers kann wesentlich zum Erfolg beitragen. So spielt die Art des Futtertieres, sei es Maus oder Ratte, genauso wichtig, wie die Form des Angebots. Nicht jeder als Frostfutter-Fresser verkaufte Königspython frisst tatsächlich Frostfutter und nicht jeder als Rattenfresser verkaufte Python regius frisst tatsächlich Ratten. Im Zweifel sollte man verschiedene Varianten durchprobieren.


Bei Frostfutter kommt es zudem auch auf den Stil des Anbietens an. Während bei uns fast alle Königspythons am Schwanz „baumelnde“ Ratten fressen, haben wir auch Spezialisten, die gerne ihr Futtertier um die Taille festgehalten haben wollen. Dazu kommt noch die richtige Temperatur des Nagers. Wir haben die beste Erfahrung gemacht, wenn die Futtertiere auf ca. 30 Grad temperiert sind, aber auch das kommt darauf an, wie es der Züchter bzw. Halter vorher gemacht hat. Im Zweifel auch mal ein lebendes Futtertier anbieten.


Wenn der Königspython auch mal über mehrere Monate nicht frisst, hilft es nicht, das Futterintervall zu verkürzen … ganz im Gegenteil, eine kürzeres, vielleicht sogar tägliches Angebot von Futter schadet mehr als es hilft.


Schutzbedarf und ausreichend Versteckmöglichkeiten vorhanden?

Gerade große Terrarien oder fehlende Verstecke/Höhlen sind geradezu ein Killer des Schutzbedarfs für den Regius. Der Königspython mag es am liebsten eng, im wahrsten Sinne des Wortes. Große Verstecke oder weit einsehbare Liegeplätze sind kontraproduktiv, auch wenn man als Halter seine Tiere am liebsten überall deutlich sehen möchte. Abhilfe schaffen kleine Verstecke, die möglichst stabil sind, damit der Königspython sich von innen an die Wand drücken kann. Bei großen Terrarien hilft oft eine dichte Bauweise der Inneneinrichtung, äußerlich sollte das Terrarium nur von einer Seite einsehbar sein.


Sind besondere Umstände der Auslöser der Futterverweigerung?

Zu besonderen Umständen zählen wir diverse Faktoren, die Stress verursachen und gerne unbeachtet bleiben. Beispiele hierfür wäre z.B. der Umzug des Tieres in ein neues Terrarium oder schlicht die Paarungszeit. Gerade wenn die Tiere kühlen, nicht konstanten Temperaturen ausgesetzt sind (z.B. ein Transport) kann die innere Uhr schlagartig auf Winterzeit und damit Paarungszeit einstellen. Diese Phasen kann man häufig einfach nur abwarten.


Gelegentlich kann aber auch eine unruhige, hektische Umgebung Ursache der Futterverweigerung sein. Ist das Terrarium beispielsweise im Flur platziert, wo regelmäßig Staubsauger und schreiende Kinder vorbeisausen, kann das schnell ungemütlich für den Regius werden.